„Da wird richtig was umgesetzt!“

Jugendhearing im JKH Fiasko Öhringen

Das Jugendforum hat zum Jugendhearing geladen. Thema: neues Jugendhaus – neuer Skatepark am Ohrnufer. Wo ehemals der nun schon abgerissene Fahrradkeller der Realschule stand, soll eine neue Anlage für junge Leute entstehen. Oberbürgermeister Michler begrüßte die rund 50 junge und älteren Teilnehmer des Jugendhearings und erläuterte, wie in kurzer Zeit die Entscheidung für das Jugendprojekt entstanden ist. Allein das Haus wird 1,1 Mio € schwer, davon der Landkreis seinen Anteil in Höhe von 250.000 € beisteuert. Der Kreistag sei begeistert gewesen von der Präsentation.

Dann übernahmen Teresa, Oli und Falk vom Jugendforum die Moderation. Sie stellten den Ablauf des Hearings und die anwesenden Planer vor. Den Start übernahm Architekt Knorr und erläuterte die Lage wie auch die Raumaufteilung des Hauses für die Jugend. Die Längsseite öffnet sich zum neu entstandenen Ohrnufer mit all seinen Freizeitflächen. Die Front ist verglast, eine Stufenanlage lädt zum Verweilen ein. Auch die Außenterasse mit Blick auf den Skatepark hat schon im Außenbereich eine hohe Aufenthaltsqualität. Geht man nach innen, wird man zuerst an der Theke empfangen, im Hintergrund die Küche, mit der eine einfache Essenausgabe möglich gemacht wird. 2 Büros stehen für die künftigen Anbieter zur Verfügung, die Mobile Jugendarbeit wird dort ihren Standort haben wie auch die Nachtwanderer. Die nachfolgenden Räume stehen im Focus verschiedener Angebote: vom Chillerroom, Spielangeboten zu Jugendcafe und Workshop- und Veranstaltungsraum. Mit über 400 m² weit mehr Fläche als das JKH Fiasko.

LaGa-Planer Johannes Czerniejewski skizzierte die Veränderungen in der Außenanlage durch die Renaturierung der Ohrn und was das für die Jugend bedeuten könnte. Mit im Boot hatte er die Macher von x-move, die seit vielen Jahren europaweit Skateanlagen aus einem Guß bauen. Bilder von Barcelona, Leon oder Köln zeugten von der Professionalität von x-move. Sie bauen die Anlage nur unter Beteiligung der hier wohnenden Jugend, sie sollen das, was entsteht auch nutzen und deshalb sind ihre Vorstellungen gefragt. Und deshalb ist auch das gemeinsame sich austauschen und planen wichtig.

Mit dieser Aufgaben ging es in die Gesprächskreise. Beim Skatepark stellt sich noch die Spannbreite der Wünsche heraus, vom Flowpark bis zum Skateplaza, auch schon beim letzten Hearing genanntes Problem. Kompromisse werden nötig sein, da die Größe des Platzes beides nicht hergibt. Am Ende der Diskussion schlagen die Planer vor, für das nächste Hearing 2 Vorschläge mitzubringen, die dann nochmals mit den jungen Brett- und Bikefreaks verhandelt werden sollen.

Bei der Jugendhausrunde wurden viele Aspekte angesprochen, von der Raumaufteilung und flexibler Nutzung bis hin zu Lautstärke und Lärmquellen, die es schon bei der Planung zu berücksichtigen gelten. Einige Aspekte wie die Öffnung z.B. der Küche Richtung Skatepark wurden vorgeschlagen. Kann das Haus auch Versorgungsaufgaben übernehmen wie z.B. Schüleressen? Diese und weitere Fragen werden in einer Planungsgruppe aufgenommen, die Anfang 2015 starten wird. Das Jugendforum wird im Januar/Februar wieder zu einem Jugendhearing einladen und hofft auch dort auf rege Beteiligung. Denn es gilt: nur wer dabei ist und sich aktiv einbringt, kann  mitgestalten. Dafür stehen das Jugendforum, das Jugendreferat und die Macher der LaGa.

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