Kulturellen und religiösen Dialog fördern – Internationale Jugendkonferenz in Eriwan

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© Stadt Öhringen

Jerewan – Vom 16. bis 24. Juli versammelten sich 30 junge Menschen aus Europa und Anreinerstaaten in der Hauptstadt Armeniens zu einer Jugendkonferenz im Rahmen eines Erasmus + Projektes mit dem Thema ‚Interkultureller und interreligiöser Dialog‘. Die Teilnehmer kamen aus 8 verschiedenen Ländern: Türkei, Griechenland, Kroatien, Ukraine, Rumänien, Albanien, Armenien und Deutschland Gastgeber war die Jugendorganisation ‚Youth Alliance via Networking‘ (YAN) aus Armenien. Realisiert wurde dieses Projekt in Kooperation mit der Fachstelle Bildung-Beteiligung-Jugend der Stadt Öhringen, Hans-Jürgen Saknus und Zarah Israyelyan, einer armenischen Studentin an der Hochschule Heilbronn, die schon im JKH Fiasko an Aktionen mitwirkte.

Die deutsche Delegation setzte sich zusammen aus zwei Gemeinderäten, Laura Pano und Patrick Wegener, dem Abiturienten Ufkun Menderes, Zarah Israyelyan und Jolanta Zalpyte. Auf der Tagesordnung stand die Auseinandersetzung mit verschiedenen kulturellen und religiösen Problemen in Europa. Die Konferenzsprache war englisch. Wie können wir in Europa trotz unterschiedlichen Religionszugehörigkeiten und Werte zusammenleben? Welche gesellschaftlichen Instrumenten und Strategien im Hinblick auf die Wahrnehmung von religiöser und kultureller Diversität können entwickelt werden? Die Teilnehmer tauschten ihre eigenen kulturellen Hintergründe und Erfahrungen aus und stärkten das Verständnis für eine kulturelle Vielfalt. Auch der Einfluss von Religion für die eigene Identität wurde ausgiebig diskutiert. Zur Sprachen kamen immer wieder die sozialen Ungleichheiten in Europa, die wiederum zu nationalorientierten Entwicklungen und Ablehnung des Models Europa führen. Im Rahmen des Aktionstags der „No-hate-speech“ Kampagne des Europarates organisierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Flashmob in Gedenken an die Opfer von Hassreden. Diskussionen wurden u.a. mit Experten aus der Region geführt, darunter ein Mitarbeiter im Armenischen Ministerium für Jugend und Sport und einem Vertreter der jesidischen Minderheit in Armenien, das geprägt war durch den Genozid an den Jesiden im Nordirak im vergangenen Jahr.

Aufgrund der Erfahrungen von der europäischen Jugendkonferenz 2008 in Öhringen konnte die Konferenz in Armenien genutzt werden, um Netzwerke zu bilden und Projektpartner zu gewinnen für weitere Jugendkonferenzen. „Europäische und internationale Jugendprojekte bleiben ein Baustein in der städtischen Jugendarbeit“, so Hans-Jürgen Saknus, „denn es geht um ein Europa mit Zukunft.“ Sein Dank geht besonders an die Gastgeber in Armenien und an Zarah Israyelyan für die gelungene Organisation. Ein Filmbeitrag von der Tagung ist eingestellt unter https://www.youtube.com/watch?v=KNe0tjZyUWM.

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© Stadt Öhringen

 

 

 

 

 

 

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Eine Antwort auf Kulturellen und religiösen Dialog fördern – Internationale Jugendkonferenz in Eriwan

  1. Anna sagt:

    Sehr interessanter Artikel. Hoffe Sie veröffentlichen in regelmäßigen Abständen solche Artikel dann haben Sie eine Stammleserin gewonnen. Vielen dank für die Informationen. Tolle Aktion, wünsche euch weiterhin viel Erfolg.

    Gruß Anna

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