Die Videowerkstatt wird wiederbelebt!

Seit über einem Jahrzehnt bannen Öhringer Jugendliche im Rahmen der Videowerkstatt Veranstaltungen auf Video. Während dieses städtische Jugendangebot zunächst hauptsächlich über schulische Arbeitsgemeinschaften wie etwa die HGÖ-Video-AG unter der Leitung des inzwischen pensionierten Kunstlehrers Johannes Kießling Zulauf gewann, verwaiste sie mit nachlassender Information und dem damit verbundenen Rückgang des Interesses leider zusehends.

Die Zeit ist reif für einen Umzug:

Das Inventar der Videowerkstatt wurde im Februar vom Haus der Jugend (Untere Torstraße) direkt in die Erdgeschossräume der Aula des Hohenlohe-Gymnasiums verlegt und befindet sich damit nun in unmittelbarer Nähe zur Schülerschaft und damit zu potentiellen Kameraleuten, Regisseuren, Cuttern, Beleuchtern, Tonanglern und Produzenten.

Jugendreferent Hans-Jürgen Saknus, der die Videowerkstatt seit ihrer Gründung betreut, hofft auf die mittelfristige Etablierung einer beständigen Arbeitsgemeinschaft am HGÖ und das Engagement einer Lehrkraft, die bereit ist, sich mit der Leitung einer solchen AG zu betrauen.
Den Anfang liefert jetzt Marcel Milbich aus dem derzeitigen Abitursjahrgang:
Mit seiner bunten, inzwischen fünfköpfigen Truppe hat er bereits das HGÖ-Musical „AIDA“ für die mitwirkenden Darsteller in Liveschnitttechnik aufgezeichnet.
„Wie beim echten Fernsehen“, heißt es aus der AG. Zufrieden über die gelungene Aufnahme und von sechs Stunden äußerster Konzentration auf das Festhalten eines hervorragenden Musicals ein wenig aus der Fassung, spricht er in sein Funkgerät:
„Es gibt nichts zu besprechen. Das war einfach gut.“

Die technischen Voraussetzungen sind mehr als erfüllt: Fünf Videokameras, ein iMac der neuesten Generation, entsprechende Profi-Schnittsoftware und jede Menge interessanten Zubehörs ermöglichen auch aufwendige Videoproduktionen.
Im Zweifelsfall hilft Michael Hammel mit seiner Firma media:system projektbezogen mit weiterer Licht-, Ton- und Videotechnik sowie mit Know-How und Kontakten aus.

Doch auch weniger Technikbegeisterte kommen in der Videowerkstatt auf ihre Kosten:
Es gilt, Interviews zu führen, zu schauspielern, zu schminken, zu organisieren und,
allem voran, kreativ zu sein.

Im KuBiZ (Kultur- und Bildungszentrum; nahe Krankenhaus) soll in den Räumen des Jugendforums bald ein kleines Studio mit verschiedenen Karton- und Stoffhintergründen eingerichtet werden. Hier sind für die Zukunft auch Schulungen rund um das Thema Video- und Filmproduktionen in Planung, sodass Interessierte von Experten-Know-How profitieren können.

Es gibt eine Menge zu lernen, zu erleben, mitzunehmen.

Gelungene Videos können im Kino (Scala oder Holi) vorgeführt werden –
Noch in diesem Jahr wird zum Beispiel rund um Jugendleiter Wolfram Läpple eine Jugendgruppe der Öhringer Stadtkapelle, die in ihrem Projekt von der Videowerkstatt unterstützt wird, eine Filmpremiere im Scala veranstalten.
Seit etwa anderthalb Jahren arbeiten die jungen Filmemacher darauf hin:
Sie haben eigene Schwerter geschmiedet, Kostüme besorgt und eine Menge Bilder eingefangen – Aufnahmen aus dem fahrenden Auto heraus, Aufnahmen von Pferden, Lagerfeuern, staubigen Dachböden, dem Schlosskeller, dem Stiftskirchenturm, Wäldern, …

Dabei sind sie zusammengewachsen und zu einer eigenen Clique geworden, die bei der Arbeit an ihrem Projekt immer wieder großen Spaß hat.
Puzzlestück für Puzzlestück sammeln sie an Wochenenden Material für ihren Film,
der erst fertig wird, wenn sie es so wollen.

Und noch etwas ist faszinierend an diesem Medium:

Video ist ein Produkt von Dauer.
Einmal aufgezeichnet, ist es noch Jahre später möglich, sich daran zu erfreuen.

„Schau dir mal an, was wir damals geleistet haben!“

Schön, wenn man diesen Satz sagen kann.

Also – Worauf wartest Du noch?

E-Mail an raphael@vvv-film.de!

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