Öhringer Jugend: das Angebot scheint zu passen

Umfrageergebnisse zur Teilplan Jugendarbeit im Hohenlohekreis

Was machen Öhringer Jugendliche in ihrer Freizeit, wo treffen sie sich, was sind ihre Wünsche? Um diese Fragen drehte sich der Veranstaltungsabend des Jugendforums und des Jugendreferates Öhringen im Jugendkulturhaus FiASKo. Martin Hellemann-Brenner, Jugendhilfeplaner des Hohenlohekreises, stellte die Ergebnisse einer kreisweiten Umfrage unter Jugendlichen vor. Über 1200 Fragebögen kamen zurück, dazu 19 qualifizierte Befragungen von Ehrenamtlichen. Als Vergleichsdaten wurden die Studien des dji, der Jugendstiftung BaWü und die Sinusstudie genommen. Die Daten sind auch für Öhringen representativ, auch wenn sich das HGÖ nicht an der Umfrage beteiligt hat.

Diskussionsrunde zur Jugendumfrage in Öhringen

Auffällig sind zunächst die starken Rückgänge der jungen Jahrgänge. Der demografische Wandel ist im vollen Gange. Auch starke Wanderungsbewegungen in den Kommunen wurden festgestellt, was zum Teil mit der wirschaftlichen Stärke der Region zu tun hat. Zumindest die Jugendlichen verfügen über mehr Taschengeld als der Durchschnitt in Baden-Württemberg. Öhringen verfügt über eine vergleichsweise hohen Migrantenanteil, was bei dem Wachstum der letzten Jahrzehnte nicht verwundert.

Jungen Menschen sind Familie und Freunde die wichtigsten Bezugspersonen und Kreise. Mit ihnen verbringen sie die meiste Zeit, oftmals zu Hause.

Die Sinusstudie zeigt sehr deutlich, dass die Vereinsangebote nur von einem Teil der jungen Menschen genutzt werden: die bildungskonservativen und sozioökonomen Jugendlichen. Dennoch nannten 50% der jungen Leute, dass sie mindestens ein Vereinsangebot nutzen. Offene Treffs in Öhringen nutzen dagegen nur 15%, was im Vergleich zum Jagsttal gering ist: dort nutzen rund 55% der jungen Menschen offene Räume, fast ausschließlich eigeninitiiert und verwaltet (Jugendräume und Bauwägen).

Die Offene Arbeit wird mehr von Migranten aufgesucht, die Räume in Eigenregie mehr von Jugendlichen aus traditionellen Familien. Jugendliche der Offenen Arbeit nutzen kaum Vereinsangebote.

Die neuen Medien haben ihren festen Platz bei der Jugend. Kaum jemand hat kein Handy oder Smartphone, Computer und Fernseher stehen vermehrt mit zunehmenden Alter in den heimischen Jugendzimmern.

Zufriedenheitsskala und Wunschzettel? Die höchsten Skalenwerte haben „keine Wünsche“ und „Zufriedenheit“ mit insgesamt 37% im Hohenlohekreis, in Öhringen liegt der Wert noch höher bei 40%. Was kann man sich noch vorstellen: mehr Sportmöglichkeiten 11%, Events 8%, Jugendtreffs 7% und mehr Läden und Lokale 7%.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Jugend, Jugendforum, Jugendhäuser-Räume-Plätze abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

What is 2 + 4 ?
Please leave these two fields as-is:
Bitte löse diese kleine Rechenaufgabe